Tschööö 2019

Veröffentlicht: Mittwoch, 01. Januar 2020

Puh selten war ein Jahr so turbulent wie unser Jahr 2019.
Wir hatten viele Höhen und Tiefen - Turbulenzen eben. Was war so hängen geblieben. Das Jahr startete mit einem defekten Auto und der Suche nach einem "guten Gebrauchten" - ist nur eine Sache und irgendwie klappt das schon. Danach dann ging es innerhalb der Familie mit Erschütterungen weiter von denen wir die Tragweite Anfang des Jahres noch gar nicht wissen konnten.

Wenn mir gesagt wurde, es gibt Fälle in denen Menschen von jetzt auf gleich dement werden, so war es für mich im Februar schon schwer verständlich und ich bin froh dass wir an dieser Stelle skeptisch geblieben sind. Ich bin kein Arzt, ich weiß also nicht was wie alles möglich ist, aber in unserem Fall konnte/durfte das nicht die Erklärung sein!

So konnten wir uns nicht vorstellen das ein Mensch mit Anfang 60 innerhalb kurzer Zeit zu fast nichts mehr in der Lage war...
Alles fing damit an das ein super wertvoller und uns wichtiger Mensch einfach mal zur Ruhe kommen sollte, wieder Nächte durchschlafen und das in unseren 4 Wänden.
Wir dachten mit etwas extra Kuschelzeit im Kreis derer die wissen wie toll der Mensch ist und wie oft wir uns schon auf ihn verlassen konnten wird das Nervenkostüm wieder.
Wir dachten es wäre eine Art Überforderung bedingt durch zu viel Trubel und Schlaflosigkeit.

ZACK innerhalb 2 Wochen war es für uns kaum noch zu stemmen.

Die besagte Schlaflosigkeit war bereits der Anfang und wir hatten alle Mühe den Mensch sicher in unserem Haus zu wissen. Orientierungslos ging es weiter.
Maßnahmen wurden ergriffen aber das alles hatte den Anschein wir seien immer zwei Schritte zu spät. Wirklich beängstigend.

Ein MRT verschaffte Gewissheit. Ein Tumor - genauer: Akustikusneurinom - war zurück sowie "zu viel Wasser im Kopf" (Altershirndruck) waren die Diagnose.
Nach einigen Tränen und Schock über die Erkenntnis, konnten wir tief durchatmen und uns darüber freuen dass man beides behandeln bzw. operieren kann.
Es sind noch nicht alle Operationen abgeschlossen aber ich bin voller Hoffnung und so dankbar was bis hierhin geschafft wurde. Hut ab!

// Eine Bitte: Wenn in eurem Umfeld ein Fall von plötzlicher Demenz auftritt, ratet den Angehörigen auf ein MRT zu bestehen um zumindest den Altershirndruck auszuschließen. Nicht auszudenken wie es in unserem Fall ausgegangen wäre... //

Schlimme Gedanken abschütteln.

Das war sicherlich die tiefgreifenste Erinnerung an 2019. Es hat uns alle einmal kräftig durchgeschüttelt und ausgespuckt. ABER wie bei vielleicht vielen anderen Schicksalschlägen war es in unserem Fall beschwerlich und dennoch mit einem Happy End.

Das unser geliebter Vierbeiner ebenfalls wegen eines Tumors operiert werden musste, war wenn auch nicht vergleichbar, für mich ein weiterer Schlag.
In meinem Fall ist Butters nicht nur ein Hund - er ist ein Teil unserer chaotischen Familie - mehr noch: Er ist MEIN HERZHUND!
Wenn er mal nicht mehr bei uns ist... nein da möchte ich nicht dran denken. Wir verstehen uns blind und man hat das Gefühl unsere Herzen schlagen synchron. Über die vergangenen 9 1/2 Jahre sind wir ein echtes Team geworden und es war bestimmt nicht alles easy going. Ich bin sehr dankbar um diese Erfahrung. Es mag etwas irritierend wirken, dass ich so emotional von meinem Butters schreibe, wer ähnliches erlebt hat, versteht es.

 

DANKBAR!

Ja das bin ich. Dankbar. Sehr sogar.

Wir hatten neben den vielen emotionalen Turbulenzen noch viele schöne Erinnerungen an 2019. Okay mal abgesehen davon dass der neu erworbene Zweitwagen einen Motorschaden hatte...räusper... so hatte das Jahr auch viel wunderbar Neues für uns. Unser Großer ist eingeschult worden - JUNGE war das für mich ein harter Moment... so nach dem Motto "er zieht aus in die Welt" hihihi und dann natürlich das Bewusstsein - er ist erst 6 Jahre alt...
Ich zähle mich nicht zu den unbeliebten Hellikopter-Mamas und dennoch macht es was mit einem wenn die nächste Stufe erreicht wird im Leben des Kindes. Schön ist es!

Unser Nesthäkchen war total stolz dann "alleine" im Kindergarten zu sein. Er wurde in ein neues Modul eingestuft und darf nun länger bleiben und im Kindergarten zu Mittag essen. Nein, was war und ist er manchmal heute noch stolz!

Beide haben sich super in die neue Situation eingefunden. Wir "Älteren" sind stets bemüht auch mitzukommen. Mal ehrlich! Als Kind raste die Zeit doch nicht so!!! Da muss es irgendeine Änderung im Zeitgefüge geben, sobald man die 30 überschritten hat.

Ich persönlich habe 2019 viele tolle und für mich neue Menschen kennenlernen dürfen. Ob beruflich, privat oder mit Stampin' Up! Immer wieder schön!
Ich mag die Vielfalt an Menschen. Jedes Mal wenn es mir bewusst wird, wie toll Menschen harmonieren können auch wenn sie so unterschiedlich sind, ihre Wege so unterschiedlich waren - ein Gänsehaut-Moment.

 

GESEGNET!

Ja so fühlt es sich an. Nicht in den schlimmen Stunden aber später wenn der ein oder andere Abzweig des Weges plötzlich Sinn macht. Der geplante Jahresurlaub ins Wasser fällt aber das genau der Zeitpunkt für eine wichtige OP ist und so weiter. Es fallen mir unglaublich viele Dinge ein die im nachhinein betrachtet einen neuen Sinn ergeben und die ich dann wieder positiv empfinden kann. Auch so ein Gänsehaut-Moment.

Viel Betrachtung aus der Ego-Perspektive - klar ist ja auch mein ganz persönlicher Blog - aber ich vergesse nicht die vielen Momente in denen mein Freundeskreis durcheinander gewirbelt wurde. Jeder für sich so wertvoll und so schwer zu akzeptieren wenn sie mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen hatten, die schwierige Entscheidung wie es beruflich weiter geht, Sorgen um die Zukunft und was nicht noch alles.
Das macht einen auch aus. Das nach links und rechts schauen. Ein Teil vom großen Ganzen.

Da waren auch viele schöne so wertvolle Momente. Wir tanzten gleich auf zwei Hochzeiten - es war so wunderschön! Ich könnte immer ein paar extra Tränen kullern lassen, aus Freude sobald sich zwei Menschen gesucht und gefunden haben. Ich selbst bin mit dem tollsten Menschen an meiner Seite gesegnet und mein Herz hüpft immernoch nach all den Jahren, während wir unseren Alltag bestreiten. Auch toll wenn man miterleben darf wenn die Wege der Freundinnen neu gelegt werden. Natürlich hofft man das man weiter in Kontakt bleibt. MUSS! Und doch muss man auch loslassen können. Das fällt mir schwer. Meine ganz eigene (neudeutsch:) "Challenge"... loslassen können...
Freundinnen haben ihre neue Liebe gefunden und gehen neue Wege. NEUE WEGE GEHEN ist wahrscheinlich das Motto für mein ganz persönliches 2019. Ob buchstäblich oder metaphorisch.

 

CHAOTISCH!

Naja gelitten habe ich persönlich nicht aber meine Kreativität - dafür war wenig Platz in 2019.
Keine Zeit mehr und kein Elan für YouTube Videos durch die privaten Turulenzen die ich weiter oben angerissen habe.
Die geliebten Workshops! Total chaotisch von der Terminvergabe und dennoch ein paar kamen zustande. Die kleine Auszeit aus meinem turbulenten Alltag.
War teilweise froh das sie abgesagt werden mussten aber auch heilfroh wenn sie stattfanden. Hihihi etwas chaotisch eben.

Ich war total baff als eine Mailanfrage zu einer Stempelparty in mein Postfach hereinflatterte! Das war ein großes Highlight für mich, da ich immer mal wieder damit gerungen habe evtl. doch meinen Blog einzustampfen. Nie hätte ich gedacht das sich durch diese eine Mail so viel Energie freisetzt. Positive Energie die ich gut nutzen konnte um meine Kreativität wieder aufblühen zu sehen. Balsam für die Seele! Ich hatte ein paar Wochen die ich wirklich nicht basteln wollte/konnte. Der Akku war einfach leer und mit der Stempelparty wieder randvoll. So kann es gehen.

Es folgten noch zwei ganz bezaubernde Stempelparties die mich wieder restlos begeistert hatten! Ich hatte leider noch keine Blogbeiträge dazu geschrieben. Auch hatte ich erst im nachhinein festgestellt das ich die Fotos gar nicht nicht wie sonst üblich gemacht hatte. Passt aber zur Überschrift: CHAOTISCH eben!

Ich spare mir an der Stelle zu sagen: Eigentlich bin ich gar nicht so chaotisch... ;) Ich schiebe es einfach auf das Jahr 2019.

Seien wir mal ehrlich mein kleines feines Stampin' Up! Business ist unwirtschaftlich und dennoch liebe ich diese Spontanität und die Möglichkeiten sowie die Weiterentwicklung. Das Leben prägt einen, mal abgesehen von der Genetik aber hey, so ein Extra-Thrill im Leben wie dieses unplanbare Stempelgeschäft ist immer wieder für eine Überraschung zu haben! GRINS! Und so sehe ich es auch. Ich arbeite nicht verbissen an meiner Stempelkarriere, nein ich lebe im hier und jetzt und muss es nehmen wie es kommt. Und so macht es auch Spaß! Mir zumindest ;)

Und beklagen will ich mich auch gar nicht! Ich habe ein tolles Team und Ende des Jahres sogar einen Termin gefunden um ein Teamtreffen zu veranstalten in meiner Bastelstube. Ein Mitbring-Buffet, Ideen, Geschenke, Musik und viel gemeinsame Zeit. Ein Highlight und ich weiß es echt zu schätzen. Die Menschen und die Momente!

 

SPASS!

Ja davon war auch jede Menge in meinem 2019. Um die Wette kichern mit meiner Familie. Neue Filme und Serien die den Lachmuskel kitzelten. Ulkige Erinnerungen bei denen ich selbst hier stumm vor meinem PC merke wie sich die Mundwinkel hochziehen. Ja, 2019 war auch lustig!!! Auch in den schwärzesten Momenten konnte man mit den richtigen Menschen zusammen lachen. Es macht das Leben irgendwie einfacher... leichter...
Ich habe letztes Jahr vermehrt mit meinen Kids gebastelt und für sie die Tür zur Bastelstube aufgemacht. Sie genießen das Privileg mit mir basteln zu dürfen. Haben hier auf den rund 35m² auch Stellen wo sie ganz eigenständig dran drüfen, die einzige Bedingung: NICHT OHNE MAMA! Hihihi sonst nimmt das hier Überhand. Ich weiß ja wie die Kinderzimmer aussehen. Balsam für meine Seele: Zeit mit den Kindern verbringen und dabei die Uhr zu ignorieren! Ganz bewusst und das war auch ein grandioser Boost für meinen Akku. Es ist so wertvoll es mit jeder Sekunde aufzusaugen was einem gut tut. Erstaunlicherweise gab es 2019 wenig Fotos. Wenig festgehaltene Bilder aber gaaanz viele tolle Momente.

 

WEITERBILDUNG!

Ich durfte mich weiterbilden. Persönlich aber auch beruflich. Ich hatte einen augenöffnenden Workshop zum Thema "Frauen am Verhandlungstisch" und bin sensibilisiert darauf dass ich den Konjunktiv streichen sollte sowie das böse relativierende Wort "eigentlich"... Habt Geduld, ich übe noch!
Beruflich habe ich zwei Wochen in China verbracht und dufte die Kultur hautnah erleben. Man reist irgendwie mit einem anderen Blick auf die Welt wieder ab. Es stimmt: Reisen bildet!


Siniert habe ich auch allerhand. Über das Leben, meine Mitmenschen und mich. Das Wort Zufall und Zufriedenheit. Ich bin dankbar für jeden noch so verworrenen Gedankengang. Das "laute Denken" zusammen mit meinem Seelenverwandten. Die veränderte Wahrnehmung und die Feststellung das ich alt werde, ohne wehmütig zu werden. Es gehört alles dazu. Zu meinem 2019

 

TSCHÖÖÖ 2019!

Du hast mich leben und erleben lassen! Und irgendwie auch gut das es rum ist!
Diesen Rückblick auf 2019 wollte ich eigentlich [Pfui!] gestern schon geschrieben haben, doch die Familie stand im Vordergrund.

Gute Vorsätze, darüber denke ich den ganzen Morgen schon nach.
Soll ich - soll ich nicht.
Doch es gibt Sachen die ich mir vorgenommen habe, einige sogar. Wenn mich 2019 jedoch etwas gelehrt hat, etwas was die anderen Jahre zuvor so noch nicht geschafft hatten: offen bleiben und das Leben auch mal kommen lassen. Weniger planen denn es kommt doch anders als man denkt. Freiräume schaffen für die wertvollen Momente. Handy weg und Erinnerungen schaffen an die man sich später gerne erinnert!

In diesem Sinne, fühlt euch gedrückt und kommt gut ins Neue Jahr!

 

Eure
Diana

 

 


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